Schützengesellschaft Börnste e.V.

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… und der Himmel lachte dazu

Bericht der Dülmener Zeitung über das Börnster Schützenfest 1964

Börnster König Josef Geilmann hatte einen herrlichen Tag erwischt

Das herrliche Wetter, das am Sonntag und Montag herrschte, trug mit dazu bei, daß das Fest der Börnster Schützen noch mehr Besucher als im letzten Jahr anlockte. So war es auch nicht erstaunlich, daß das Schützenfest in schönster Harmonie ablief.

Den Sonntag leiteten die Börnster mit dem Festhochamt in der Viktorkirche ein. Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen der Bemühungen um den hölzernen Vogel. Das Königsschießen beendete gegen 16 Uhr Josef Geilmann als Sieger. Zur Königin, die er bei der Proklamation vor dem Festball im Zelt beim „Waldfrieden“ verstellte, erkor er sich Frau Änne Potthoff. Der Festball am Sonntagabend ließ die aktiven Schützen und auch die zahlreichen Gäste, die „nur mal feiern“ wollten, voll auf ihre Kosten kommen. Die meiste Zeit über war im Zelt kein Platz zu bekommen. Doch da milde Abendluft herrschte, hatte man genug Ausweichmöglichkeiten. 

Am gestrigen Montag, der mit der Gefallenenehrung am Kriegerehrenmal seinen Auftakt hatte, kamen auch die Kinder zu ihrem Recht. Sie vergnügten sich bei munteren Spielen. Die weibliche Börnster Bevölkerung fand beim gemütlichen Kaffeetrinken ihre Betätigung.

Auch dieser Tag wurde mit dem Festball im Zelt beim „Waldfrieden“ beendet. Die Kapelle sorgte mit Ausdauer für die noch ausdaernderen Tänzer, die sich wieder in großer Zahl eingefunden hatten. Alle Beteiligten waren sich darin einig, daß das Schützenfest 1964 gelungen war und alle wünschen sich für das nächste Jahr die gleichen glücklichen Umstände.


Aus dem Protokollbuch

Erster Schützentag

Das Schützenfest wurde am 23. und 24. Mai am Transformator bei Wieschhörster gefeiert. Nachdem die Schützenbrüder recht zahlreich das Hochamt in der St. Viktorkirche, welches für die Verstorbenen und Gefallenen der Bauerschaft gefeiert wurde, besucht hatten, versammelten sie sich Punkt 13.00 Uhr im Festzelt. Von dort ging es unter den Klängen der Musikkapelle Fischer zur Vogelstange. Dort angekommen wurde nach einem kurzen Bittgebet, daß uns der Herr vor Unglück bewahren möge, sofort mit dem Schießen begonnen. Trotz der Kirmes in Dülmen hatten sich viele Schaulustige eingefunden, so daß bald eine fröhliches Treiben an der Vogelstange herrschte. Unter den Bewerbern um die Königswurde war Herr Josef Geilmann der glückliche Schütze, der den Vogel herunterholte. Wie schon vor 26 Jahren wurde er damit Schützenkönig. Zur Mitregentin erkor er sich Frau Änne Potthoff. Nach Eintreffen der Königin feierliche Proklamation des Königspaares und Rückmarsch zum Festzelt. Dort gab der Königstanz den Auftakt zum allgemeinen Festball.

Zweiter Schützentag

Zur Gefallenenehrung sammelten sich die Schützenbrüder im Festzelt. Von dort marschierten sie um 14.00 Uhr zum Kriegerdenkmal wo sich die Frauen und Kinder bereits versammelt hatten. An Ehrengästen waren Herr Vikar Siemen und Ehrenmitglied Herr Lehrer Ridder anwesend, am Nachmittag auch noch Herr Vikar Barenbrügge. Während die Musik das Lied vom guten Kameraden spielte, legte der Vorsitzende einen Kranz am Ehrenmal nieder. Anschließend hielt Herr Lehrer Boge die Gedenkrede. Nach einem Vater unser für die Gefallenen, einigen Gedichten und Lieddarbietungen der Kinder ging es zum Festzelt zurück. Dort führten die Kinder unter Anleitung der Lehrpersonen allerhand lustige Spiele auf, wobei das Kasperletheater sehr viel Beifall erzielte. In der anschließenden Verlosung gab es viele schöne Sachen zu gewinnen. Der Kaffeeklatsch der Damen füllte den Rest des Nachmittags aus. Am Abend versammelte sich die ganze Schützenfamilie noch einmal zu Festball. Das schöne Wetter und der sehr harmonische Verlauf der Festtage werden dafür sorgen, daß das Schützenfest 1964 noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.


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