Bericht der Dülmener Zeitung über das Börnster Schützenfest 1973
Herrliches Frühlingswetter begünstigte am Wochenende die Festfreuden der Börnster Schützen. Sie sind in der näheren Umgebung jedes Jahr die ersten, die auf den Vogel schießen. Beim Festball am Samstagabend standen noch einmal die „alten“ Majestäten im Mittelpunkt. Das Zelt auf dem neuen Festplatz war brechend voll, und Festwirt Anton Wiemann und seine Leute hatten alle Hände voll zu tun. An der Theke drängten sich durstige Kehlen, auf der Tanzfläche drehten sich zu den heiteren Klängen der Dülmener Musikkapelle flotte Sohlen.
Nicht nur die Bewohner der Bauerschaft Börnste, auch viele auswärtige Gäste, darunter zahlreiche Dülmener, erlebten den Auftakt der Schützenfest-Saison. Am Sonntagmorgen versammelten sich Schützen und Burger zum Feldgottesdienst. Mit schmissiger Musik ging es am frühen Nachmittag zur Vogelstange, wo bald die ersten Schüsse hallten. Doch dann, als der Vogel die ersten Federn gelassen hatte, wurde es merklich ruhig am Schießstand. Niemand wagte sich so recht mehr an die Gewehre und die Schießpausen wurden manchem schon peinlich. Kaum einer schien auf königliche Würden großen Wert zu legen.
Ambitionen zeigte Bernhard Brambrink, der nach zeitweiligem Zögern schließlich („Ich mußte ja wohl, es war ja kein anderer da“) den zähen Vogel weich und von lautem Jubel begleitet von der Stange schoß. Seine Braut Renate Nottemann aus Reken nahm er sich zur Königin und beim stimmungsvollen Festball am Abend meinten beide das des Amtes Bürde so schwer eigentlich gar nicht ist.
Am Montagnachmittag sah man die Frauen in geselliger Runde am Kaffeetisch und gestern Abend holten sich die Statisten den „letzten Schluck vom Schützenfest“.
Aus dem Protokollbuch
Am Samstagabend, den 5. Mai 1973 trafen sich die Börnster mit zahlreichen Gästen aus der Stadt Dülmen im Festzelt. Herrliches Frühlingswetter begünstigte die Festfreuden aller Börnster Schützen.
Am Sonntagmorgen versammelten sich die Schützen und Bürger zu einer Feldmesse am Kindergarten Börnste, die von Herrn Pfarrer Lohoff (ein gebürtiger Börnster) verlesen wurde.
Um 13.00 Uhr marschierten die Schützen in Begleitung der Stadtkapelle Dülmen zur Vogelstange, wo bald die ersten Schüsse hallten. Doch als der Vogel die ersten Federn gelassen hatte, wurde es unerklärlich ruhig am Schießstand. Niemand wagte sich so recht an die Gewehre und die Schießpausen wurden größer.
Ambitionen zeigte Bernhard Brambrink, der nach zeitweiligem Zögern und einigen Zusprüchen den zählen Vogel von lautem Jubel begleitet von der Stange schoss. Zur Königin nahm er seine Braut Renate Nottelmann. Der anschließende Königstanz gab den Auftakt zum allgemeinen Festball.
Der zweite Festtag begann um 14.30 Uhr mit der Gefallenenehrung. Der Nachmittag wurde mit der Verlosung, dem Kaffeetrinken der Damen und der Kinderbelustigung ausgefüllt. Der um 20.00 Uhr beginnende Festball beschloss das Schützenfest 1973.


