Bericht der Dülmener Zeitung vom 24.5.1966
Mit dem 80. Schuß holte sich Bernhard Wieschhörster die Königswürde
Viele Dülmener machten am Wochenende einen Ausflug nach Börnste, wo sie einen Spaziergang mit dem Schützenfest kombinieren konnten. Zeitweise waren die Straßen in Börnste restlos verstopft. Viele Schaulustige waren zu spät gekommen, um den Königsschuß noch zu erleben, denn sie hatten offensichtlich nicht mit dem Börnster Tempo gerechnet. Nach dem 80 Schuß war der Vogel gefallen, die Börnster hatten ihren neuen König. Bernhard Wieschhörster wird die Schützen nun für ein Jahr regieren. Einen besonderen Akzent bekam das Schützenfest dadurch, daß mit König Bernhard zum ersten Male ein Jungschütze auf Börnstes Thron gestiegen ist. Entsprechend war die Stimmung bei den gesamten Jungschützen, die den neuen König ausgiebig hochleben ließen. Der neue König überlegte nicht lange, sofort nach dem Königsschuß erwählte er sich Monika Geilmann zu seiner Mitregentin. Von der Vogelstange ging es direkt ins Festzelt, die Börnster lieben keine Festunterbrechungen, und bereits nach kurzer Zeit herrschte eine prächtige Stimmung, die sich fortsetzte bis in den späten Abend. Prominentester Gast beim Börnster Schützenfest war Dechant Dr. Spital, nach Auskunft der Börnster ein hervorragender Schütze.
Aus dem Protokollbuch
Das Schützenfest 1966 begann in gewohnter Weise. An der Vogelstange brachte der Vorsitzende den Dank für die milde Regierungszeit Ihrer Majestäten zum Ausdruck. Hier wurde auch die Zustimmung der Schützenbrüder gegeben, daß der König künftig in schwarzem Anzug und Zylinder erscheinen soll. Während des Vogelschießens hatten sich viele Schaulustige aus Stadt und Land eingefunden. Unter ihnen sah man auch den neuen Dechanten von St. Viktor den H. H. Dr. Spital. Der Geistliche ließ es sich nicht entgehen auch einen Schuß auf den stolzen Vogel abzufeuern. Als man ihm die Donnerbüchse
dazu geben wollte, zog er sich jedoch zurück. Um so mehr schossen jetzt die Jungschützen. Nach etwa 80 harten Schüssen gelang es Bernhard Wieschhörster den Rest des Vogels
herunter zu holen und wurde somit Schützenkönig 1966. Zur Königin nahm er Fräulein Monika Geilmann. Nachdem das neue Königspaar proklamiert wurde, zog der Schützenzug zum Festzelt
zurück. Dort gab der Königstanz den Auftakt zum Festball.
Die Festfolge des zweiten Schützenfesttages verlief wie im Vorjahre. Nach der Gefallenenehrung war die Kinderbelustigung, Kaffeetrinken der Damen und Verlosung im Festzelt. Als Ehrengäste waren u. a. erschienen: die Geistlichkeit von St. Viktor die Herren Vikar Herpers und Diakon Lammers sowie Ehrenmitglied Herr Ridder und von der Dülmener Polizei die Herren Wondrak und Ströse. Am Abend verbrachten die Festteilnehmer noch ein paar frohe Stunden im Festzelt. So ging das Schützenfest 1966 zu Ende.




